Julian setzt schon in der Eröffnung seiner Schachpartien auf ein starkes Zentrum

Bei sommerlichen Temperaturen fand die Blitzmeisterschaft des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel (SBRAM) der Kinder und Jugendlichen im Blitzschach in den Räumen der Schachfreunde Nickenich statt. Beim Blitzschach hat jeder Spieler nur 5 Minuten Zeit für die komplette Partie, die zumeist 30-50 Züge dauert. Der Reaktionsfähigkeit genauso wie der Motorik kommt also ein hoher Stellenwert zu. Wer schneller zieht, hat einen großen Vorteil, denn ein Gewinn auf Zeit zählt so viel wie ein Schachmatt. Gerade zum Ende einer Partie, wenn nur noch Sekunden auf der Uhr sind, wird es mitunter hektisch und manches Mal muss der Schiedsrichter Unklarheiten schlichten.

Die insgesamt über zwanzig Teilnehmer aus dem Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel ermittelten ihre Sieger in den jeweiligen Altersklassen in zwei Turniergruppen, wo sowohl die jüngere Gruppe als auch die U14 bis U18 ein Rundenturnier, sprich jeder gegen jeden, spielten.  Der Schachclub Talentschmiede Ahrtal war in der Altersklasse U16 durch Julian Köhler und Roman Windscheif vertreten.

Roman spielte an diesem Tag recht wechselhaft. Aber ein schöner Endspielsieg zum Schluss sicherte nicht nur den vollen Punkt, sondern auch die Vizemeisterschaft. Mit seinem Ergebnis hätte er in der höheren Spielklasse sogar den Stichkampf um den Titel mitgespielt.

Julian dominierte nicht nur seine Altersklasse, sondern gleichzeitig auch das Turnier der „Älteren“. Mit dem herausragenden Ergebnis von 9 Punkten aus 9 Partien (also einem Score von 100%) und mehr als 2 Punkten Vorsprung vor dem Verfolger wurde er zum wiederholten Male Bezirksblitzmeister. „Wenn man sich die Spiele ansieht, dann war Julian eine Klasse für sich“, freute sich Thorsten Kammer. „Beide Spieler profieren auf unterschiedliche Weise vom Training in der Talentschmiede. Julian ist taktisch sehr stark, so dass sein Trainingsschwerpunkt auf Eröffnungen und Mittelspielen liegt, um seine Stärken auszuspielen. Roman spielt ruhiger und positioneller, so dass er insbesondere vom Endspieltraining profitiert.“

Foto: Thorsten Kammer

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